Waldbesucher kennen sie nicht, Förster sehen oder hören sie oft nur kurz und die Holzverwertungsbranche fürchtet sie, die…

 Riesenholzwespe

Die zu den Hautflüglern gehörende Riesenholzwespe (Urocerus gigas) ist ein in Waldgebieten verbreitet vorkommendes, hornissengroßes Insekt.

Ohne Giftorgan ausgestattet sind sowohl Männchen als auch die Weibchen für den Menschen völlig ungefährlich. Lediglich ihre Größe sowie das laute Fluggeräusch sorgen einstweilen für Verwirrung.

Das bis zu 4 cm große Weibchen, Männchen bleiben deutlich kleiner, besitzt einen bedrohlich aussehenden Legebohrer. Diese stachelähnliche Einrichtung am Hinterleib dient aber ausschließlich der Eiablage und nicht der Verteidigung.

Bis zu 500 Eier legt das Weibchen an kranke Fichten (Tannen) oder in die unmittelbare Umgebung von Stammschäden ansonsten noch vitaler Bäume. Zurzeit sind die vom Buchdrucker befallenen Fichten ein begehrter Eiablageplatz.

Während der bis zu drei Jahren dauernden Larvenzeit, bohren diese bis zu 50 cm lange Gänge in das befallene Holz, wodurch eine massive Entwertung entsteht.

Um das Holz zu verdauen, benötigt die Larve eine Symbiose mit dem Tannen-Schichtpilz, dessen Sporen das Weibchen bei der Eiablage schlauerweise gleich mit übertragen hat. Der holzzersetzende Pilz ist für die Ernährung der Larven unerlässlich.

Durch die frühe Besiedlung von angehendem Totholz ist die Riesenholzwespe ein Initiator und wichtiger Teilnehmer im Zersetzungsprozess von Fichten und Tannen.