Mehr Artenvielfalt im Hessischen Staatswald

01.07.2022

Umweltministerin Priska Hinz hat heute zusammen mit Stefan Nowack, Abteilungsleiter Waldentwicklung und Umwelt bei HessenForst im Staatswald bei Hofheim im Taunus die neue Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald vorgestellt.

„Wir schützen die Artenvielfalt und damit auch unser Leben und unsere Zukunft. Die neue Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald leistet genau das und ist bundesweit vorbildlich,“ sagte Umweltministerin Priska Hinz. „Der Schutz der Artenvielfalt wird bei der Waldbewirtschaftung zukünftig noch stärker berücksichtigt. Das weltweite Artensterben bedroht das Leben, wie wir es kennen. Es gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für die Menschheit. Deswegen unternehmen wir große Anstrengungen, bedrohte Arten zu schützen und Lebensräume wiederherzustellen. Dort, wo das Land als Eigentümer handelt, gilt das in besonderem Maße.“

„Die neue Naturschutzleitlinie stellt die konsequente Weiterentwicklung unserer bisherigen naturschutzfachlichen Ziele und Standards dar. Insbesondere die lokalen Naturschutzkonzepte werden den Naturschutz vor Ort noch einmal für die Öffentlichkeit transparenter und betrieblich operationaler gestalten. HessenForst dankt allen, die in dem breit angelegten Prozess der Weiterentwicklung mitgewirkt und mit ihren Beiträgen dafür gesorgt haben, dass das Werk in heutiger Form in dieser hohen Qualität vorliegt“, sagte Stefan Nowack, Leiter der Abteilung Waldentwicklung und Umwelt beim Landesbetrieb HessenForst.

Die vier Säulen der neuen Naturschutzleitlinie

  1. Mehr Habitatbäumen als Schlüssel der Artenvielfalt
Totholz Buche

Ein Kernstück der neuen Naturschutzleitlinie ist die Erhöhung der Anzahl an Habitatbäumen von bisher drei auf durchschnittlich zehn Bäume pro Hektar in Laubbaumbeständen über 100 Jahre. In Natura 2000-Schutzgebieten (Netz von Schutzgebieten innerhalb der EU) werden es sogar fünfzehn Bäume pro Hektar. Habitatbäume spielen eine entscheidende Rolle im bewirtschafteten Wald. Sie ergänzen sonst kaum vorhandenen Strukturen der Alters- und Zerfallsphasen eines Naturwalds. Habitatbäume sind daher in der Regel ältere Bäume, die besondere ökologische Merkmale, sogenannte Mikrohabitate, besitzen. Sie bieten Lebensraum für eine große Bandbreite an Arten. Abblätternde Rinde wird so als Wochenstube der Mopsfledermaus genutzt, Hirschkäfer siedeln sich in Totholz an und Baumhöhlen unterschiedlicher Größe bieten Platz etwa für Raufußkauz, Siebenschläfer oder Hohltaube.

  • Schutz seltener Tiere stärken
Schwarzstorch

Der Wald ist Lebensraum für viele Arten, die selten geworden sind und deswegen eines besonderen Schutzes bedürfen. Darunter sind Vogelarten und Waldfledermäuse, die besonders hohe Ansprüche an die Höhlen- und Nischenausstattung des Waldes stellen. Auch an dieser Stelle wird der Artenschutz in der neuen Naturschutzleitlinie durch eine Optimierung bestehender Regelungen gestärkt. Dazu gehören die Sicherung der Brut- und Setzzeit durch verkürzte Holzerntezeiträume, die Ausweitung von Horstschutzzonen für Großvögel wie den Schwarzstorch sowie spezifisch angepasste Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten.

  • Wasserrückhalt für den Wald der Zukunft

Vor dem Hintergrund der Klimakrise wird für die Zukunftswälder die Verfügbarkeit von Wasser entscheidend sein. Der Wasserrückhalt im Wald ist daher neu in die Naturschutzleitlinie aufgenommen worden. Viele der enthaltenen Maßnahmen zielen darauf ab, Wasser im Wald möglichst lange zurückzuhalten: Feuchtwälder und insbesondere Waldmoore sind wichtige Kohlenstoffsenken und sollen revitalisiert werden. Besonderen Schutz erfahren als hochsensible Lebensräume Quellen, für die der Landesbetrieb HessenForst eine besondere Verantwortung übernimmt. Die Anlage und der Erhalt von Tümpeln und wasserführenden Gräben unterstützt Amphibien wie Feuersalamander und Gelbbauchunke.

  • Lokale Naturschutzkonzepte und Naturschutzkodex

Lokale Naturschutzkonzepte für die Forstämter, die alle zehn Jahre erarbeitet werden, bilden eine wichtige Säule für den künftigen Waldnaturschutz. In diesen Konzepten werden für jedes Forstamt ausgehend von einer Analyse der Arten, Lebensräume und Schutzgüter im Staatswald Handlungsfelder und Naturschutzmaßnahmen ausgearbeitet. Damit kann auf die unterschiedlichen Naturausstattungen und Schutzbedarfe in den verschiedenen Forstämtern konkret eingegangen werden.

Ausdruck des gelebten Naturschutzes im Hessischen Staatswald ist der Naturschutzkodex. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbetriebs Hessen-Forst verpflichten sich, bei Entscheidungen und Maßnahmen im Wald immer auch die Wirkungen auf den Naturschutz im Blick zu haben. Ergänzt wurde der bereits seit 2020 bestehende Naturschutzkodex in der neuen Leitlinie durch praktische Auswirkungen auf den Arbeitsalltag des Landesbetriebs. Hierzu gehört auch das Controlling durch Kennzahlen, die zukünftig für alle messbaren Handlungsfelder erhoben werden.

Hintergrund:

2010 wurde die erste Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald veröffentlicht, die bereits wichtige Maßstäbe für den Naturschutz im Wald gesetzt hatte. Nach der Herausgabe der neuen Richtlinie für die Bewirtschaftung des Hessischen Staatswalds (RiBeS 2018), in der Biodiversität als neues Hauptziel verankert wurde, wurde 2020 – auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald –der Prozess zur Evaluierung und Erneuerung der Leitlinie angestoßen. In Facharbeitsgruppen aus Mitgliedern des Landesbetriebs, weiterer Behörden und externer Expertinnen und Experten wurde die neue Leitlinie entwickelt und nach einer Beteiligung von Naturschutzverbänden, Landesnaturschutzbeirat und Landesforstausschuss final abgestimmt.  

Jörg Winter im Ruhestand, Sebastian Merkel neuer Forstamtleiter. Produktionsleiter Wolf-Rüdiger Berends ebenfalls verabschiedet

27.06.2022

Generationenwechsel im Forstamt Schlüchtern: Jörg Winter (li.) übergibt das Forstamt
an Sebastian Merkel (2.v.li.), Karina Brasch übernimmt Produktionsleitung von Wolf-Rüdiger
Berends (re.)
Foto: HessenForst

Harald Dersch, HessenForst-Regionalleiter verabschiedete Forstamtsleiter Jörg Winter am 24.
Juni in den Ruhestand. Er dankte seinem Kollegen für die geleistete Arbeit und das
Engagement, mit dem Winter und sein Team das Forstamt durch die vergangenen
Extremjahre gebracht hat. „Die Verjüngung der Eiche und die Stabilisierung des
Waldökosystems waren meine forstlichen Schwerpunkte“, berichtete Winter und führte fort:
„Auch die Jagd gehört für mich ganz wesentlich zum Waldbau.“
Neuer Forstamtsleiter wird Sebastian Merkel. Merkel hat sein forstliches Studium an der
Albert-Ludwig-Universität in Freiburg im Breisgau absolviert. Nach dem Referendariat
sammelte er erste berufliche Erfahrungen im hessischen Umweltministerium. Von September
2018 bis Ende Mai 2022 war er Produktionsleiter im Forstamt Jossgrund. Zur Amtsübernahme
betonte Merkel: „Ich freue mich, hier in meiner Heimat gemeinsam mit dem gesamten
Forstamtsteam unseren heimischen Wald mit all seinen Facetten und den Ansprüchen an ihn
in Zeiten des Klimawandels zu begleiten. Das verträgliche Zusammenleben von Mensch und
Tier in der Natur sehe ich als zentrales Element an.“
Beinahe zeitgleich mit Winter geht auch der langjährige Produktionsleiter des Forstamts, Wolf-
Rüdiger Berends in den Ruhestand. Über 17 Jahre sorgte er im Forstamt mit großem
Engagement für die Organisation der Holzernte und der Holzvermarktung. In diese Fußstapfen
wird Karina Brasch treten, die sich nach ihrem Referendariat in Bayern bereits seit Ende 2021
im Forstamt einarbeiten konnte. Ihr Interesse gilt besonders dem Waldbau im Klimawandel.

Das Team vom Forstamt Schlüchtern wünscht seiner neuen Forstamtsleitung alles Gute und allseits eine gute Zusammenarbeit!

Ausbildung – Vorstellung Forstinspektoranwärter Bastian Rosauer

02.05.2022

Mein Name ist Bastian Rosauer, ich bin 25 Jahre alt und gebürtig aus Hennef bei Bonn.

Bereits als Kind verbrachte ich viele Wochenenden mit meinem Vater und meinem Onkel im Wald, da der private Brennholzbedarf jedes Jahr gedeckt werden musste. Es entstand so bereits im Kindesalter eine Bindung zum Wald und Freude in der Natur zu sein, die auch bis heute nicht nachgelassen hat.

Nach meinem Schulabschluss der mittleren Reife 2013 und einem Praktikum im Regionalforstamt Rhein Sieg Erft stand für mich fest, dass ich eine Ausbildung zum Forstwirt machen möchte. Also habe ich in der Zeit von 2013-2016 meine Ausbildung zum Forstwirt beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW erfolgreich abgeschlossen und anschließend noch ein Jahr als Forstwirt dort gearbeitet.

Während der Ausbildung und der Arbeit als Forstwirt entwickelte sich der Wunsch zukünftig als Revierleiter zu arbeiten. Also ging ich zurück auf die Schulbank um die Fachhochschulreife zu erlangen.

Nach bestandenem Fachabitur schrieb ich mich im Wintersemester 2018 an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen im Studiengang Forstwirtschaft ein und beendete mein Studium mit dem Bachelorabschluss im Jahr 2021. Während des Studiums erlangte ich meinen Jagd- und Ausbilderschein.

Mein Praktikum während des Studiums absolvierte ich bei den Niedersächsischen Landesforsten in Hann. Münden, wo ich bereits sehr viel über die naturnahe Bewirtschaftung des Waldes lernen durfte.

Nach Hessen zog es mich aufgrund des positiven Feedbacks vorheriger Anwärter und dem sehr guten Ruf von HessenForst bezüglich der Ausbildung. Aber auch landschaftlich gefällt es mir hier sehr gut. Seit April bin ich nun im Forstamt Schlüchtern angekommen und freue mich auf die kommenden Monate meines Anwärterdienstes bei HessenForst.

Ausbildung – Vorstellung Forstinspektoranwärter Leon Sass

Mein Name ist Leon Sass, ich bin 23 Jahre alt und ich komme aus dem kleinen Städtchen Suhl im Thüringer Wald.

Sobald ich in meiner Heimat vor die Tür trat, stand ich sofort im Wald oder war nur 2 Minuten von diesem entfernt. Vor allem mit meinem Opa war ich als Kind viel im Wald unterwegs. Auch mein anderer Großvater prägte mich vor. Dieser besitzt ein Sägewerk in dem ich viele Stunden meiner Kindheit und Jugend verbracht hatte. Doch bis zur 11. Klasse hätte ich mir nicht träumen lassen, überhaupt in die Richtung Forstwirtschaft zu gehen. Generell war bei mir kein direkter Berufswunsch ausgeprägt. Durch Zufall begann mein Bester-Freund mit der Jagdausbildung. Er schwärmte vom erlangten Wissen über das Wild, den Wald und die Natur. So erwachte in mir eine starke Neugier und die Studienberatung empfahl mir ein Praktikum im Forst. Nach dem freiwilligen Praktikum war mir klar: “Ich will Förster werden!“

So begann ich nach dem Abitur 2017 mein Forststudium an der FH Erfurt. Das Studium selbst und die weiteren Praktika im Thüringer Wald festigten meinen Wunsch immer mehr. Während des Studiums erwarb ich meinen Jagd-, Angel- und Sägenschein und baute somit mein Wissen weiter aus. Kurz vor dem Bachelorabschluss 2021 eröffnete sich jedoch die Möglichkeit, das Sägewerk meines Großvaters fortzuführen. Ich wagte den Schritt und übernahm das Werk. Die Arbeit mit dem Werkstoff Holz machte riesen Spaß. Doch jeden Tag war es der gleiche Ablauf und auch die Aufträge fehlten, da wir sie mit der alten Technik nicht bearbeiten konnten. Auf neue Maschinen hätten wir zu lange warten müssen. Auch stellte ich fest, dass mir etwas fehlte. Die Abwechslung und die Nähe zur Natur, die mir doch so sehr am Beruf des Försters gefiel, hat gefehlt.

So entschloss ich mich nach kurzer Überlegung für eine Bewerbung zum Anwärterdienst bei HessenForst. Egal mit wem man sprach, jeder konnte nur Gutes über die Ausbildung in Hessen sagen. Auch nach der Berufsmesse an der FH hat HessenForst bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Seit April 2022 bin ich nun Forstoberinspektoranwärter und freue mich auf die sehr lehrreiche Ausbildung.

Ausbildung – Vorstellung Forstinspektoranwärterin Johanna Heinz

Hallo, mein Name ist Johanna Heinz. Ich bin 25 Jahre alt und komme aus Grebenau.  

Nach dem Abitur 2016 habe ich ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) im Forstamt Burghaun absolviert. Dies war für mich der Startschuss für den grünen Beruf als Förster, den sowohl mein Vater als auch mein Opa bereits ausgeübt haben. Nach dem FÖJ ging es im Oktober 2017 für ein Forstwirtschaftsstudium an die Fachhochschule nach Erfurt. Während des Studiums erlangte ich meinen Jagdschein. Innerhalb der 7 Semester Regelstudienzeit wurde immer klarer, dass der Weg mit dem Abschluss des Studiums noch nicht beendet ist, sondern der Anwärter nach erfolgreichem Bachelor zur vollständigen Ausbildung angestrebt wird.

Nach dem Studium im März 2021 habe ich ein halbes Jahr das Forstamt Romrod bezüglich des Borkenkäfers mittels Borkenkäfermonitoring unterstützt. Weiterhin arbeitete ich danach ein halbes Jahr bei den Hohenzollern Forstdiensten in Sigmaringen als Maschineneinsatzleiterin.

Seit April 2022 bin ich Forstoberinspektoranwärterin im Forstamt Schlüchtern. Ich freue mich sehr auf dieses lehrreiche Jahr in der Heimat.  

Neuer Mitarbeiter – Vorstellung Forstwirtschaftsmeister Aaron Brünig

01.03.2022

Hallo mein Name ist Aaron Brünig, ich komme gebürtig aus Linsengericht/ Altenhaßlau und bin 27 Jahre alt. Meine Ausbildung zum Forstwirt habe ich im August 2012 im Forstamt Hanau – Wolfgang begonnen und nach 3 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Nach der Abschlussprüfung wurde ich in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen und konnte weiterhin heimatnah arbeiten.

Nach 5 Jahren Tätigkeit als Forstwirt, wollte ich mich weiterentwickeln und bewarb mich auf eine Ausbildungsstelle als Forstwirtschaftsmeister. Im Dezember 2021 konnte ich diese Weiterbildung abschließen und arbeitete noch bis Anfang Februar 2022 im Forstamt Hanau als Forstwirt, bevor ich dann am 07. Februar meinen ersten Arbeitstag als Meister in Schlüchtern antrat.

Das Interesse am Wald wurde bei mir bereits im frühen Alter durch die Jagd und die damit anfallenden Arbeiten im Wald geweckt. Ich absolvierte diverse Schulpraktika welche immer etwas mit Forst und Wald zu tun hatten. 2016 löste ich meinen ersten Jagdschein und konnte somit auch auf der Arbeit zeitweise mein Hobby ausleben. Des Weiteren kam im Jahr 2017 ein Deutscher Wachtelhund ins Haus, den ich jagdlich einsetze und der mich täglich auf der Arbeit begleitet.

Mein Einsatzgebiet als Meister erstreckt sich über das Staatswaldrevier Salmünster sowie den Gemeindewald Bad Soden – Salmünster, Stadtwald Wächtersbach und den Gemeindewald Brachttal. In meinen ersten Monaten im Forstamt Schlüchtern, bin ich sehr freundlich empfangen worden und habe bereits viele nette Kolleginnen und Kollegen kennenlernen dürfen. Ich freue mich weiter auf eine gute Zusammenarbeit und die neuen Aufgaben die auf mich zukommen.

Auf Entdeckungstour im Wald – Wunderland-Kinder mit Planwagen im Wald unterwegs

05.08.2021
Gastgeber F. von Meding und Revierleiterin T. Halfmann bei der morgendlichen Begrüßung an der Schlagmühle

Mit dem Planwagen ging es in den Wald, wo die Gastgeber und die Revierleiterin Tanja Halfmann die Kinder im Siebenmühlental in der Schlagmühle erwarteten. Vor Ort konnte Försterin Halfmann erstaunt feststellen, dass die Hintersteinauer Kids sich schon sattelfest in Sachen Bestimmung heimischer Pflanzenarten zeigten. Zum Beispiel bei dem Strauch Holunder. Hier hatten einige Kinder sofort erkannt um was es sich für eine Pflanze handelte. Passend dazu gab es als kleine Stärkung einen Holunderblütensirup und Brot mit Holunderblütengelee. Die Kinder strahlten und weiter ging es in den Wald.

Dort wurden zuvor einige Tierpräparate und Geweihe versteckt. Reh, Fuchs, Rothirsch und sogar ein echter Grasfrosch konnten spielerisch von den Mädchen und Jungen vor Ort entdeckt werden. Selbst die Kleinsten waren dabei und entdeckten Himbeeren, Pilze und Sauerklee. Nach der langen Wanderung querfeldein tat der wohlverdiente Abschluss in der Schlagmühle mit Wildbratwürstchen und Holundersaft richtig gut.

Das Team vom Forstamt Schlüchtern wünscht weiterhin viel Spaß im Steinauer Stadtwald

Neuer Mitarbeiter – Vorstellung Forstwirt Jens Kouba

01.08.2021

Mit großer Freude dürfen wir seit dem 01. August 2021 unseren neuen Kollegen Herrn Jens Kouba in unserem Team vom Forstamt Schlüchtern begrüßen. Er war bis vor kurzem am Forstamt Michelstadt eingesetzt. Nach der nun vollzogenen Versetzung wird Herr Kouba als Forstwirt im Team Kinzigtal eingesetzt. Wir vom Forstamt Schlüchtern wünschen ihm einen guten Start und alles Gute für seinen beruflichen Weg.
Herr Kouba möchte es sich natürlich nicht nehmen lassen sich einmal selbst vorzustellen:

Forstwirt Jens Kouba

Hallo ich bin Jens Kouba und komme, nach einem kurzen Ausflug in den Odenwald, wieder zurück in meine Heimat – nach Schlüchtern.

Schon bereits im Kleinkinderalter haben mich alle Aktivitäten an der Natur begeistert. Im Laufe der Jahre habe ich meine Begeisterung an Holz gefunden und gerne daraus neue Dinge entstehen lassen. Die Mithilfe der Brennholzgewinnung bei meinem Onkel hat mich bei der Berufswahl sehr geprägt. Dadurch wurde mir klar, dass ich nach meiner Schulzeit eine Ausbildung als Forstwirt starten möchte.

Nachdem ich 2017 meine Ausbildung erfolgreich beendet hatte, wurde der Beruf zu meiner Leidenschaft. Seitdem freue ich mich immer wieder darauf Probleme anzugehen, Lösungen zu finden oder diese zu vereinfachen bzw. Erneuerungen zu testen, seien es Arbeitsverfahren/-abläufe oder Werkzeuge.

Auch privat beschäftige ich mich viel mit der Materie. Da ich mich vor allem für den Bereich der Baumpflege interessiere habe ich zusätzlich noch meinen Kletterschein erworben.

Rückblickend war die Wahl dieses Berufs die richtige Entscheidung für mich gewesen, weshalb für die Zukunft mein Ziel sein wird, mich in meinen Interessen weiter fortzubilden und meinem Wunsch nachzugehen den Meistertitel zu erwerben.

Bäumchen im Wald ausleihen – Kita-Kinder gruben Pflänzchen aus und setzten sie als „Schulkinder“ wieder ein

19.07.2021

Im Sodener Stadtwald am Streufling startete jüngst das Experiment „Baumkindergarten“. Dabei kooperierte die städtische Kindertagesstätte „Spatzennest“ mit Revierförsterin Vanessa Hofmann.

Mit großer Begeisterung waren die Kinder der Mäusegruppe bei der Sache. Jedes Kind durfte sich ein kleines Bäumchen aussuchen, das es bis zum Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien im heimischen Garten oder auf dem Balkon beherbergen wird. Das Bäumchen soll genügend Tageslicht bekommen, aber auch Schatten finden sowie maßvoll gegossen werden. In der Zukunft bekommt dann jedes Spatzennest-Kind, das die Grundschule besuchen wird, ein solches Bäumchen und pflanzt es in direkter Nachbarschaft zum Gelände, auf dem es sich einst selbst ausgesät hatte, wieder ein.

Revierleiterin V. Hoffmann „tütet“ gemeinsam mit den Kindern der Kita-Gruppe „Spatzennest“ die Pflanzen ein

Revierleiterin Vanessa Hofmann bereitet diesen „Pflanzgarten“ bis dahin vor und lässt einige große Bäume im Randbereich fällen. Dies ist notwendig damit die jungen Pflanzen genug Licht und Wasser zum wachsen erhalten.
Dabei sollen so viele Bäumchen wie möglich groß werden -durch die hilfe der Spatzenkinder eventuell sogar viel mehr als es auf natürlichem Wege passieren würde.
Die Kinder suchten sich verschiedene Pflänzchen aus und konnten so nebenbei noch lernen was der Unterschied zwischen einer Eiche und einem Ahorn ist. Jeder dieser Pflanzen wurde mit etwas Waldboden in eine alte Milch- oder Safttüte gesteckt. Dort lässt sich das Bäumchen problemlos aufziehen, um es dann nach den Sommerferien wieder auszupflanzen.
Vanessa Hoffmann ist guter Dinge, dass die Kinder das Wachstum „ihrer“ Bäume in den Folgejahren begleiten werden und somit blad ein kleiner „Spatzenwald“ entstehen wird.

Das Team vom Forstamt Schlüchtern wünscht weiterhin viel Spaß beim Waldgärtnern!